Rottweil ist im Takt: Bus und Bahn neu vernetzt

Neuer Busfahrplan startet in Rottweil ab 15. Dezember / schneller, bequemer und mehr Direktverbindungen

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Schneller, bequemer und häufig sogar ganz ohne Umstieg von A nach B: Busfahren soll in Rottweil mit dem Start des neuen Taktfahrplans ab dem 15. Dezember deutlich attraktiver werden. Beworben wird der neue Taktfahrplan unter dem Slogan „Rottweil im Takt – Bus und Bahn neu vernetzt“. Wann und wo die Busse künftig abfahren, erfährt man auf der Webseitewww.rw2028.de: dort sind sämtliche neuen Linienpläne und Abfahrtzeiten veröffentlicht.

„Unser neuer Fahrplan setzt auf regelmäßige Taktzeiten, die Umstiege ohne lange Wartezeiten ermöglichen. Dies erleichtert die Planung und sorgt für mehr Zuverlässigkeit“, betont Oberbürgermeister Dr. Christian Ruf laut einer Pressemitteilung der Stadt. Dank überarbeiteter Linienführungen werden künftig direkte Verbindungen quer durch die Stadt geschaffen, wobei häufig Wohngebiete mit Arbeitsorten verknüpft werden.

Als zentrale Umsteigeplätze fungieren künftig der Zentrale Omnibus-Bahnhof (ZOB) am Bahnhof, der Zentrale Umsteigeplatz (ZUP) am Friedrichsplatz, das Neue Postamt und das Landratsamt. Hier können die Fahrgäste zuverlässig auf andere Linien umsteigen. Erstmalig wird durch die Stadtbus-Linien 2 (Hegneberg – Saline) und 5 (Neckartal – Bühlingen) der Bahnhof direkt angefahren. Die Ankunfts- und Abfahrzeiten sind auf den Bahnverkehr abgestimmt. Verbessert wurde auch die Anbindung an den Gewerbepark Neckartal, das Gewerbegebiet Berner Feld sowie an die Angebote des Verkehrsverbunds Move sowie an den Regionalbusverkehr.

„Der neue Fahrplan wurde in Zusammenarbeit mit erfahrenen Nachverkehrsplanern erarbeitet. Mit diesem neuen Fahrplan profitieren die Fahrgäste in vielerlei Hinsicht. Die abgestimmten Umstiege sorgen für kürzere Wartezeiten und damit für spürbare Zeitersparnis“, erklärt Rottweils Mobilitätsbeauftragter Horst Bisinger.

Mit dieser Grafik wirbt die Stadt Rottweil für den neuen Taktfahrplan (Grafik: Hak Design).

Info-Seite der Stadt

Die umfangreiche Fahrplan-Umstellung wird mit einer zusätzlichen Info-Seite der Stadt Rottweil begleitet: Unter www.rw2028.de/bus können die neuen Fahrpläne bereits jetzt angeschaut und heruntergeladen werden. Im Laufe des Jahres 2025 wird zudem an den zentralen Haltestellen in der Innenstadt eine Echtzeit-Fahrgastinformationen in Form von Bildschirmen installiert werden.

„Bitte machen Sie sich in den nächsten Tagen auf der Webseite mit den neuen Fahrplänen und der neuen Linienführung vertraut“, empfiehlt Bisinger und bittet gleichzeitig um Verständnis: „Eine so umfangreiche Umstellung wird einige Zeit brauchen, bis alles rund läuft. Für Hinweise und Verbesserungsvorschläge aus der Bürgerschaft sind wir daher natürlich dankbar.“

Neu sind übrigens auch die Namen der Linien 9 und 10: Der Verkehrsverbund Move nutzt den Fahrplanwechsel für eine Umbenennung: Die Linie 9 wird zur Line 49 und die Linie 10 zur Linie 46.

Übersicht: Das sind die neuen Buslinien in Rottweil:

Linie 1: Deißlingen – Lauffen – Bühlingen – Stadionstraße – Landratsamt – ZUP Friedrichsplatz – Tannstraße/Helios-Klinik – Zimmern o.R.– IN•KOM

Linie 2: Hegneberg – Siedlung – ZUP Friedrichsplatz – Landratsamt – Bahnhof ZOB – Saline

Linie 3: Hausen – Feldbergstraße – ZUP Friedrichsplatz – Pflug – Römerschule – Göllsdorf

Linie 4: Spitalhöhe – Krummer Weg – Untere Hauptstraße – Berner Feld

Linie 5: Neckartal – St. Elisabeth – ZUP Friedrichsplatz – Bahnhof ZOB – Saline – Rottenmünster – Bühlingen

Linie 49 (Schülerbus, bisher Linie 9): Dunningen – Stetten – Zimmern o.R. – Rottweil (Eschachtallinie)

Linie 46 (Schülerbus, bisher Linie 10): Vaihinger Hof – Neukirch – Zepfenhan – Feckenhausen – Göllsdorf – Rottweil

Ferner ergänzen Rufbus- und Anrufbus-Services das Angebot. Der Rufbus steht für Randzeiten und schulfreie Tage zur Verfügung und kann telefonisch gebucht werden. Der Anrufbus, ein Kleinbus des Landkreises, sorgt vor allem am Abend und an Wochenenden für zusätzliche Flexibilität.

Auch Rottweils Bürgermeisterin Ines Gaehn wirbt für den Fahrplanwechsel und sieht dem neuen Angebot zuversichtlich entgegen: „Mit dem neuen Taktfahrplan wollen wir nicht nur den öffentlichen Nahverkehr attraktiver gestalten, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Wir laden alle Bürgerinnen und Bürger ein, das neue, verbesserte Angebot zu entdecken. Probieren Sie’s einfach mal aus!“

INFO: Die digitale Fahrplanauskunft gibt’s hier: www.mein-move.de/fahrplaene. Infos zu den neuen Linien und die Fahrtzeiten finden sich unterwww.rw2028.de/bus.

Pressemitteilung (pm)

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2 Kommentare

  1. Die grundsätzliche Kritik von Sportler kann ich nur unterstützen, denn es gibt auch Wohngebiete, die durch die Neuordnung auch deutliche Verschlechterungen erfahren müssen. Wer bitte nimmt bei einer Fahrt von der Haltestelle Oberndorfer Straße in die Innenstadt oder weiter Richtung Mittelstadt (Friedhof) einen Umweg über Hegneberg-Siedlung-Zimmerner Straße in Kauf? Das jedenfalls wird mich und viele weitere Anwohner nicht zu einem Umstieg auf den ÖPNV bewegen.

  2. Für viele Kinder stellt die Fahrplanumstellung leider in keinster Weise eine Verbesserung dar, denn sie sind nun gezwungen am Friedrichsplatz umzusteigen um dann dort bis zu 20min auf den Anschlussbus zu warten, der dann über den Hegneberg das Gebiet „Siedlung“ anfährt. Es ist bedauernswert, dass Kinder auf ihrem Schulweg innerhalb Rottweils umsteigen müssen. Im Gegensatz hierzu fahren drei verschiedene Linien zum Nägelesgraben aber wie bereits erwähnt keine einzige durchgängig zum Hegnerberg/zur Siedlung. Es wäre wünschenswert hier würde nachgesteuert und der Linienführungsplan überarbeitet.

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